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Versteckte Gebühren bei EC-Cash-Geräten: So schützen Sie sich

Aktualisiert: 1. Februar 2026
7 Min. Lesezeit

Warum versteckte Gebühren ein Problem sind

Der EC-Cash-Markt ist komplex, und viele Anbieter werben mit niedrigen Grundgebühren, während die tatsächlichen Kosten deutlich höher liegen. Versteckte Gebühren können Ihre monatlichen Kosten um 30–50 % erhöhen, wenn Sie nicht aufpassen.

In diesem Ratgeber decken wir die häufigsten versteckten Kosten auf und zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Anbieterwahl achten müssen.

Die 8 häufigsten versteckten Gebühren

1. Einrichtungsgebühr / Aktivierungsgebühr

Manche Anbieter berechnen eine einmalige Einrichtungsgebühr von 29–99 €. Bei Anbietern wie SumUp und myPOS fällt diese nicht an.

2. Mindestumsatz / Mindestgebühr

Einige Verträge enthalten einen Mindestumsatz. Erreichen Sie diesen nicht, wird trotzdem eine Mindestgebühr fällig – oft 15–25 € pro Monat.

3. PCI-DSS-Compliance-Gebühr

Die PCI-Zertifizierung ist für die Sicherheit der Kartendaten erforderlich. Manche Anbieter berechnen dafür 5–15 € monatlich oder eine jährliche Gebühr von 50–100 €.

4. Auszahlungsgebühr / Buchungsgebühr

Nicht alle Anbieter überweisen die Umsätze kostenlos. Achten Sie auf Gebühren pro Auszahlung (0,10–0,50 €) oder monatliche Kontoführungsgebühren.

5. Stornierungsgebühr

Rückbuchungen (Chargebacks) kosten bei manchen Anbietern 10–25 € pro Vorfall – unabhängig davon, ob Sie schuld sind.

6. Kreditkarten-Aufschlag

Die beworbene Transaktionsgebühr gilt oft nur für EC-Karten (girocard). Kreditkartenzahlungen kosten häufig das Doppelte bis Dreifache.

7. Update- und Wartungsgebühr

Software-Updates und Sicherheits-Patches können bei Mietgeräten zusätzlich berechnet werden – 2–5 € pro Monat.

8. Kündigungsgebühr

Bei vorzeitiger Kündigung eines Mietvertrags fallen oft die restlichen Monatsgebühren als Strafzahlung an. Bei einem 48-Monats-Vertrag kann das schnell 500+ € kosten.

Anbieter-Vergleich: Transparenz der Kosten

AnbieterEinrichtungMindestumsatzPCI-GebührKündigungTransparenz
SumUpKeineKeinerKeineJederzeit★★★★★
myPOSKeineKeinerKeineJederzeit★★★★★
ZettleKeineKeinerKeineJederzeit★★★★★
PAYONEMöglichMöglichMöglichFrist★★★☆☆
CCVMöglichMöglichInkl.Frist★★★☆☆
BezahlexpertenKeineMöglichInkl.Frist★★★★☆

Faustregel: Anbieter ohne Vertragsbindung (SumUp, myPOS, Zettle) haben in der Regel die transparenteste Kostenstruktur.

Checkliste: So vermeiden Sie versteckte Kosten

Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, prüfen Sie diese Punkte:

  1. Gesamtkostenrechnung: Berechnen Sie die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit, nicht nur die monatliche Gebühr.
  2. Kleingedrucktes lesen: Achten Sie besonders auf Abschnitte zu Mindestlaufzeiten, Kündigungsfristen und Zusatzgebühren.
  3. Kreditkartengebühren prüfen: Fragen Sie explizit nach den Gebühren für Visa, Mastercard und American Express.
  4. Auszahlungsrhythmus klären: Wie oft wird ausgezahlt? Fallen dafür Gebühren an?
  5. Vergleichsrechner nutzen: Nutzen Sie unseren Kostenrechner, um die tatsächlichen monatlichen Kosten zu ermitteln.

Fazit

Versteckte Gebühren können den vermeintlich günstigen Anbieter zum teuersten machen. Transparenz ist das wichtigste Kriterium bei der Anbieterwahl. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten – nicht nur die beworbene Grundgebühr. Unser Vergleichsportal zeigt Ihnen alle Kosten auf einen Blick.

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